Fortbildung für Seniorenarbeit in Peru

Teilnehmerin an einem Begegnungstreffen in Checca-Juli

Teilnehmerin an einem Begegnungstreffen in Checca-Juli

Im Oktober 2017 hatten Mitglieder des Vorstands der Stiftung Seniorenhilfe weltweit erneut die Möglichkeit, die Senioren- und Mehrgenerationenarbeit der Caritas in der Region Puno/Peru kennenzulernen. Sie haben z. B. in der Gemeinde Checca-Juli an einer Begegnung von Jung und Alt teilgenommen, bei der die Kinder von den alten Menschen gelernt haben, Bäumchen zu pflanzen und zu pflegen, und zu unterscheiden, welche Heilkräuter bei welchen Erkrankungen hilfreich sind. Sie haben auch alte Menschen auf ihren kleinen Höfen besucht und die Arbeit der Sozialarbeiterin kennengelernt.

Besonders beeindruckt waren die Vorstandsmitglieder von den Mitarbeiter/innen – freiwilligen Helfer/innen, einem Agrartechniker und einer Sozialarbeiterin -, die fachlich kompetent und außerordentlich motiviert und engagiert arbeiten. Und natürlich sprechen die Mitarbeiter/innen Aymara, die Sprache der indigenen Bevölkerung.

Zwei Helferinnen des Seniorenprogramms in Tacna

Zwei Helferinnen des Seniorenprogramms in Tacna

Im Auswertungsgespräch hat Caritas Juli auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterqualifizierung der Mitarbeiter/innen hingewiesen, sei es in Workshops oder durch Selbststudium von Fachliteratur. In Peru fehlt es an sozial-gerontologischer Fachliteratur und die meisten Mitarbeiter/innen haben nur einen eingeschränkten Zugang zum Internet. Wer qualifiziert bleiben will, muss daher auch weiterhin Texte, Dokumente und Bücher lesen, die teuer sind. Leider hat der Caritasverband Juli nicht die finanziellen Mittel, um eine kleine Fachbibliothek einzurichten. P. Javier Quispe Condori, Generalsekretär der Caritas Juli, hat die Stiftung Seniorenhilfe weltweit daher um Hilfe gebeten. Für die Einrichtung einer kleinen Bibliothek und die Anschaffung von Büchern und Dokumenten werden € 3.000,00 benötigt.

Da sich zwei weitere Caritasverbände im Süden Perus, Tacna und Arequipa, mit denen die Stiftung Seniorenhilfe weltweit ebenfalls kooperiert, in einer ähnlichen Situation befinden, werden den drei Caritasverbänden insgesamt € 3.000,00 zur Verfügung gestellt. Der Caritasverband Juli bringt zudem Eigenmittel ein. Die Bücher werden zwar vor allem von den Mitarbeiter/innen in der Seniorenarbeit der Caritasverbände genutzt werden, Studierende der Sozialarbeit oder Interessierte aus anderen Organisationen werden aber ebenfalls Zugang haben.

(Januar 2018)

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