Für die Senioren/innen in der Gemeinde Chirapaca, im Hochland der Anden in der Provinz La Paz/Bolivien ist das Überleben schwer. Chirapaca ist eine kleine Gemeinde mit nur knapp 1000 Einwohner/innen, einschließlich 87 alten Menschen, und lebt vor allem von der Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Produkte. Wegen fehlender wirtschaftlicher Perspektiven wandern viele junge Familien in die großen Städte, sodass sie ihre alten Familienangehörigen nur noch wenig unterstützen können. Die meisten Senioren/innen erhalten nur das geringe Sozialgeld, das zum Leben nicht ausreicht, und müssen weiter Geld verdienen.
Bei den Überlegungen, wie die Senioren/innen ihre Situation verbessern könnten, ist die Projektidee entstanden, 15 Familiengärten unter maßgeblicher Beteiligung der alten Menschen, die entweder alleinstehend sind oder mit Familienangehörigen leben, einzurichten. Allerdings ist z.B. auch der Gemüseanbau – Kohl, Kartoffeln, Karotten usw. – wegen der klimatischen Bedingungen auf 3.845 m Höhe schwierig, sodass ein klimageschützter Ansatz mit sog. Microtuneles wichtig ist. Werden die Gartenflächen geschützt, wird die Ernte verbessert und möglicherweise umfangreicher.
Um die Microtuneles fachgerecht zu installieren, hat die Gemeinde die Hilfe von SIAB einer landwirtschaftlichen Beratungsfirma in Anspruch genommen. Die Kosten in Höhe von € knapp 3.000,00 für den Kauf der Materialen für die Microtuneles – Folien, Draht, Rohre usw. – mussten von den Senioren/innen mit ihren Familien selber getragen werden und wurden bei der Stiftung beantragt. Alle anderen Kosten – z.B. Lohnkosten – wurden vor Ort oder von SIAB übernommen.
Die Stiftung Seniorenhilfe weltweit hat den Antrag für das einjährige Projekt in Höhe von € 2.600,00 genehmigt, weil zu erwarten ist, dass die Senioren/innen ihre Ernährung verbessern, sich auch gesünder ernähren, sinnvoll beschäftigt sind und ggf. ein kleines Einkommen erwirtschaften.
September 2025
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