Mehrgenerationenprojekt in der Provinz Caraveli/Peru

Austausch zwischen Jung und Alt in Peru

Austausch zwischen Jung und Alt in Peru

In der Provinz Caravelí, Region Arequipa, hat eine Befragung ergeben, dass die sozialen Netzwerke der ländlichen Seniorenbevölkerung schwach ausgeprägt sind, weil ein Teil der Kinder und Enkel in die Städte abgewandert ist und der jahrelange Terrorismus des „Leuchtenden Pfades“ in der Gegend zu Misstrauen untereinander und einem Abbau von Gemeinschaft und Solidarität geführt hat. Die Seniorenbevölkerung, mehrheitlich in extremer Armut lebend, leidet besonders unter dieser Situation.

Kinder und Jugendliche verfügen kaum über außerfamiliäre Kontakte zu älteren Menschen, ebenso wie Seniorinnen und Senioren kaum Zugang zu jüngeren Menschen haben. Aus diesem Grund hat der Caritasverband von Caravelí eine Initiative begonnen, die in drei Ortschaften des Distrikts Acarí beide Generationen in Beziehung zu einander bringen soll. Der engagierte Generalsekretär der Caritas Caravelí, Herr Juan Quispe, greift das Modell der Begegnungstreffen zwischen Jung und Alt auf, das in der Region bereits erprobt wird. In den drei ausgewählten Dörfern werden das Lehrpersonal und die Kinder der Grundschulklassen 5 und 6 in die Thematik des Altseins in Peru und in der Region eingeführt.

Alter Mann auf dem Land in Caraveli

Alter Mann auf dem Land in Caraveli

Die Seniorinnen und Senioren werden ebenfalls eingeladen, sich in Gruppen zu treffen und auf die Begegnung mit den Kindern vorzubereiten. Man rechnet damit, dass insgesamt etwa 150 alte Menschen, 140 Schülerinnen und Schüler und 15 Lehrerinnen und Lehrer erreicht werden. An den einzelnen Begegnungen werden jeweils zwischen 25 und 28 alte Menschen und etwa 20 bis 25 Kinder teilnehmen.

Das Mehrgenerationenprojekt wird mit den Institutionen vor Ort organisiert. Es wird erwartet, dass eine Gruppe von Ordensschwestern die Arbeit später fortgeführt.

Der Caritasverband Caravelí hat der Stiftung Seniorenhilfe weltweit ein Projekt über EUR 8.380,00 vorgelegt und EUR 7.000,00 als Zuschuss beantragt, der bewilligt wurde. Die Laufzeit des Projekts umfasst 12 Monate.

(August 2012)

Spenden werden erbeten an:
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